KÖNNTEST DU FOTOS BEI UNSERER HOCHZEIT MACHEN - DU HAST DOCH EINE GUTE KAMERA


Diese oder eine ähnliche Frage von Freunden oder Familie ist für viele Hobbyfotografen der Einstieg in die Hochzeitsfotografie - auch bei mir war es so. Um dir einige Stolpersteine, Sackgassen und Aha-Erlebnisse für teures Geld zu ersparen habe ich meine Erfahrungen hier zusammengeschrieben. Nach dem Lesen wirst du definitiv für deine erste Hochzeit vorbereitet sein und wenn du schon ein paar Hochzeiten fotografiert hast ist vielleicht etwas für dich dabei, um deinen Arbeitsstil zu optimieren und den Fokus ganz auf das Brautpaar lenken zu können. Viel Spaß beim Lesen und schreib mir gerne Feedback wenn es dir gefallen hat, dir Infos fehlen oder du Verbesserungsvorschläge hast.

Bevor wir loslegen...


... vergewissere dich, dass du überhaupt lesen willst, was ich weiterzugeben habe und schau dir meine Hochzeiten hier an. Lass dir nur etwas von jemandem erzählen, der schon erreicht hat was du erreichen möchtest.

Know your why


Der Punkt steht nicht umsonst ganz oben.. Wenn du gerne in das Business einsteigen möchtest weil du hohe Stundenlöhne gesehen hast und effizient Geld machen willst, dann möchte ich deine Reise gerne hier beenden.

Zwar lässt sich mit der Fotografie gutes Geld machen - dazu später noch mehr - ABER ich bin davon überzeugt, dass du nur Hochzeiten fotografieren solltest, wenn du das auch wirklich gerne tust. Du solltest dabei Freude haben, prinzipiell gerne Fotos machen und auch einen gewissen Sinn für Ästhetik haben. Ansonsten wird deine Karriere kurz sein und du wirst eventuell sogar ein paar unzufriedene Brautpaare zurücklassen. Bitte nicht falsch verstehen - keine Angst, aber die richtige Motivation!

7 Tips


  1. Fotografiere lachenden Menschen.
  2. Be nice! Sei zuvorkommend, unterstreiche das Schöne an dem Tag.
  3. Im Zweifelsfall immer mehr Fotos machen - selektiert wird später.
  4. ISO auf Auto stellen.
  5. RAW fotografieren.
  6. Falls möglich Kamera lautlos stellen.
  7. Trage angenehme Schuhe

Equipment


Let's dive in! Equipment ist wichtig, ja. Aber es ist nicht alles.

Du solltest eine Kamera haben, die du magst, die gut in der Hand liegt, die du kennst. Welche Marke du nimmst ist mehr oder weniger egal, da es mittlerweile von einer Vielzahl von Herstellern super Kameras gibt, deren Unterschiede nur noch marginal sind. Ich persönlich verwende eine Sony A7riii. Was ich auf jeden Fall empfehle ist eine Backup-Kamera mitzunehmen. Selbst wenn du eine Kamera hast, die mehrere Monatsgehälter wert ist kann sie dir immer runterfallen, der Sensor beim Objektivwechsel was abbekommen oder irgendetwas Unvorhergesehenes passieren. Also plane für das Ungeplante! Ich habe immer meine "alte" Sony A7rii als Backup dabei (auch wenn ich sie glücklicherweise noch nie gebraucht habe).


Objektive sind meiner Meinung nach viel wichtiger als die Kamera. Sie geben deiner Szene und Komposition den Look und tragen deutlich mehr zur Qualität der Bilder bei als die Kamera. Hier eine Liste meiner Objektive, die sich über die Jahre entwickelt hat. Ich würde zwar gerne mehr reduzieren, aber jedes Objektiv hat für mich seinen spezifischen Einsatzbereich:



  • 21mm f2.8 - verwende ich sehr wenig, meist in der Kirche, evtl. beim Gruppenfoto wenn wenig Platz ist.
  • 35mm f1.4 - ab der Party am Abend ist das Objektiv ausschließlich auf der Kamera, da es extrem lichtstark ist und durch die etwas weitere Brennweite längere Belichtungszeiten zulässt. Meistens starte ich beim Hochzeitstanz, wo ich mit f1.4, 1/50 Belichtung und ISO auto fotografiere
  • 24-70mm f2.8 - selten in Verwendung aber wenn's mal schnell gehen muss ist das Objektiv perfekt, da es fast alles abdeckt. Gerade für den Empfang ist es gut, da man Portraits mit 70mm schießen kann, aber auch eine Gruppe von 10 Personen mit den 24mm aus der Nähe draufbekommt.
  • 85mm f1.8 - mein absolutes Lieblingsobjektiv, da ich den Look und das Bokeh sehr mag. Wenn es geht nehme ich es für den Empfang und das gesamte Paarshooting.
  • 70-200mm f2.8 - ist in der Kirche durchgehend in Verwendung da ich mit den 200mm nicht so nahe ran muss und dadurch nicht so sehr störe. Und mit f2.8 bei 200mm wird das Bokeh auch recht schön.


Blitz - ich muss gestehen, dass ich ein Feind des Blitzes bin, da er Aufmerksamkeit auf sich zieht und dadurch stört. Und ich mag den Look nicht sonderlich, daher überspringe ich das Thema.


Ein Blasebalg muss unbedingt im Fotorucksack dabei sein - vor jeder Hochzeit werden die Objektive von Staub befreit! Im Rucksack ist alles was ich benötige und ich habe ihn während der Hochzeit immer bei mir.


Achte auf ausreichend Akkus und Speicherkarten. Ich habe Akkus für zumindest die doppelte Zeit, die ich fotografieren werde mit - das gleiche gilt für Speicherkarten.

Technisches beherrschen


Ein Aspekt der viele davon abhält sich an die erste Hochzeit zu wagen ist die Annahme, man sei nicht gut genug (Blödsinn! Sonst wärest du ja nicht gefragt worden). Ein anderer Punkt ist die mangelnde Vertrautheit mit der Technik. Tatsächlich solltest du deine Kamera und ihre Einstellungen alle kennen und auch beherrschen. Setze dich also in Ruhe damit auseinander. Wenn du anstehst findest du quasi immer eine super Erklärung auf Youtube! Genau so habe ich mir auch mein technisches Wissen angeeignet.


Zusätzlich solltest du die groben Aspekte von Licht und Beleuchtung verstehen. Was meine ich damit? Ehrlicherweise gibt es ja kein richtig und falsch, da Schönheit im Auge des Betrachters liegt, aber einige Konzepte haben sich durchgesetzt. Hier ein paar Auszüge aus meinen wichtigsten Regeln, die für mich funktionieren:



  • Scheint die Sonne, fotografiere immer direkt in die Sonne hinein
  • Schönes Licht bekommst du, wenn eine Person unter einer Art Torbogen/Eingang steht - so kommt das Licht nur von vorne an
  • Fensterlicht ist super
  • Das stimmungsvollste Licht und die schönsten Farben bekommst du kurz nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang


Bist du nun so weit, dass du dich mit deinem Equipment wohl fühlst rate ich dir, das ganze zu testen. Und zwar so richtig! Schenke einem befreundeten Paar ein gratis Shooting für 1 Stunde und mach es dir zur Aufgabe so viel wie möglich in die Stunde hineinzupacken, um an deine Grenzen zu gehen. Viele Posen, Locationwechsel, unterschiedliche Lichtverhältnisse, verschiedene Objektive usw... Wenn du das meisterst wird dich deine erste Hochzeit auf keinen Fall überfordern!

Meine Kameraeinstellungen


Ich fotografiere fast immer mit den selben Einstellungen:

  • Blende ganz offen (also niedrigster Wert)
  • ISO Auto
  • Belichtungszeit Auto


Die Belichtungszeit ändere ich dann manuell auf eine fixe (z.B. 1/200 bei meinem 70-200mm Objektiv), wenn es etwas dunkel ist und sonst eine zu lange Belichtungszeit und damit ein unscharfes/verschwommenes Bild entstehen würde.

Bei der Party am Abend verwende ich meistens mein 35mm Objektiv mit f1.4 und stelle fix 1/50 ein. Dadurch haben die Bilder zusätzlich eine gewollte Bewegungsunschärfe der tanzenden Gäste.

Bearbeitung


Hast du die Bilder mal gemacht dreht sich alles um die Selektion der richtigen Fotos - hier zählt die Devise weniger ist mehr - also nur wirklich gute Fotos selektieren - und dann um die Bearbeitung.

Es gibt zahlreiche Tutorials und auch fertige Vorgaben für Lightroom, die du verwenden kannst. Ich persönlich habe zuerst selber viel serumprobiert und dann Schritt für Schritt meinen Look entwickelt. Allerdings habe ich auch Presets von anderen Fotografen gekauft und Teile ihrer Bearbeitung in meine eigene einfließen lassen. Mittlerweile habe ich eine Reihe eigener Presets mit denen ich sehr schnell zu den Ergebnissen komme, die mir gefallen. Allerdings ist es bei fast jeder Hochzeit so, dass ich Kleinigkeiten verändere, damit die Fotos perfekt zum Paar und dem Tag passen. Habe ich den Look dann gefunden wende ich ihn auf alle Fotos der Hochzeit an, damit alles wie aus einem Guss wirkt. Ausnahmen sind Szenen mit ganz anderer Berichtung wie z.B. die Party am Abend.

Coaching/Workshop


Solltest du einen Fotografen besonders gut finden und seinen Stil mögen, kann es sich auszahlen ein Coaching oder einen Kurs bei ihm/ihr zu machen. Ich selber habe das im Rahmen meiner Portraitfotografie auch gemacht und sehr davon profitiert. Vieles findest du aber wie erwähnt kostenlos auf YouTube.

Kleidung


Für die Hochzeit selbst finde ich es wichtig, angemessen zu erscheinen. Es ist DER große Tag des Brautpaares! Ich trage meist schwarze dezente Sneaker mit einer Anzugshose und einem Maohemd.. Auf Krawatte und Anzug verzichte ich eigentlich immer, da es mir zu heiß ist. Was du anziehst ist letztendlich dir überlassen, ich würde es aber vermeiden zu leger angezogen zu sein - eine Mischung aus Funktionalität und Festlichkeit ist meiner Meinung nach der richtige Weg.

Ablauf verinnerlichen


Das Brautpaar wird dir vermutlich den Ablauf der Hochzeit vorab zukommen lassen. Um ganz ehrlich zu sein ist das zwar super, aber nicht wirklich nötig. Du wirst ohnehin immer dort sein, wo das Brautpaar ist bzw. wo es was Schönes zu Fotografieren gibt.

Eine Ausnahme ist der Ablauf in der Kirche - hier gibt es während der Zeremonie ein paar Schlüsselmomente, die vorhersehbar sind und auf die du vorbereitet sein solltest:


  • der Ringtausch
  • der Kuss
  • der Auszug



Antizipiere diese Momente und platziere dich davor richtig, dann hast du keinen Stress und du hast die wichtigsten Momente drauf!


Zusätzlich solltest du das Brautpaar nach wichtigen Gästen fragen: die Eltern, von weit her angereiste spezielle Gäste, die Lieblingsoma... Es gibt immer wieder Personen, die das Brautpaar unbedingt auf den Fotos haben möchte.


Ein weiteres Foto auf das du dich vorbereiten kannst ist das Gruppenfoto: ich verwende meist Google Earth um mir einen geeigneten Spot dafür zu suchen. Es empfiehlt sich, dass du erhöht stehst, so dass du alle Gesichter siehst. Die Devise beim Gruppenfoto lautet - jeder muss die Kamera sehen, denn wer die Kamera nicht sieht, den sieht auch die Kamera nicht.

Auch solltest du natürlich abklären wie viele Gäste anwesend sein werden um die Location für das Foto entsprechend groß auswählen zu können.

Pricing


Ein schwieriges Thema. Zumindest zu Beginn.

Wenn du dir dann mal durchgerechnet hast welchen Aufwand du tatsächlich hast und du weißt wie viel deine Leistung pro Stunde wert ist bekommst du mehr Klarheit. Ich habe zu Beginn immer nach Gefühl meine Gage berechnet. Davon bin ich gänzlich abgekommen.


Ich verrechne einen Fixbetrag pro Stunde die ich fotografiere. Das inkludiert dann alles davor (Treffen, Gespräche) und danach (Selektion, Bearbeitung, Bereitstellung in druckfertiger Auflösung über einen passwortgesicherten Link mit Online-Gallerie - ich verwende Pixieset - hier mein Empfehlungslink).


Meist benötige ich nach der Hochzeit in etwa die selbe Stundenanzahl bis die Bilder fertig sind. Der Stundenlohn wird dadurch also schon mal effektiv durch 2 dividiert. Zusätzlich sollte man bedenken, dass man ja Equipment verwendet, dass etwas gekostet hat und ein Service anbietet, das einen Wert hat - schöne Bilder an einen besonderen Tag sieht man sich auch Jahre danach gerne an. Welchen Preis du verlangst musst du natürlich selber entscheiden, aber beachte diese Punkte und vergiss nicht, dass danach noch die Steuer kommt.


Meine allererste Hochzeit habe ich für ein befreundetes Paar gratis fotografiert, die zweite auch. Aber dann habe ich begonnen etwas zu verlangen.

Checkliste


Für die Hochzeit solltest du dir eine eigene Checkliste erstellen. Am besten in Kategorien unterteilt. Somit vergisst du sicher nichts und schläfst in der Nacht davor auch entspannt.

Ein paar Punkte, die auf jeden Fall auf deiner Liste stehen sollten:



  • Akkus geladen
  • Speicherkarten formatiert
  • Adresse der Location gespeichert
  • Handynummer einer Kontaktperson (Trauzeugin/Trauzeuge)
  • Namen von Braut und Bräutigam kennen
  • Abfahrtszeit von zu Hause inkl. Puffer festlegen
  • Wettercheck am Vorabend

Just do it. Repeat.


Zu guter Letzt musst du einfach den Schritt wagen und deine erste Hochzeit fotografieren - wenn es dir den Stress nimmt, dann mach es als dein Hochzeitsgeschenk und verlange kein Geld dafür. Und dann machst du die nächste, und die nächste.

Es vergeht keine Hochzeit bei der ich mich nicht weiterentwickle und etwas lerne. Enjoy the ride!

Hochzeit

Locationcheck


Sollte die Location in der Nähe sein kannst du dir persönlich ein Bild vorab machen. Meist reicht jedoch eine Kombination aus Google Earth, Homepage der Location und Google Bildsuche der Location. So weißt du schon was dich erwartet. Ich bin außerdem immer 15-30 Minuten vor Beginn der vereinbarten Zeit vor Ort und habe somit nie Zeitdruck.

Wettercheck


Durch einen Wettercheck am Vorabend kannst du dein eigenes Gewand anpassen, aber auch das Paarshooting und Gruppenfoto entsprechend planen - entweder bewusst draussen mit Schirm oder eben im Trockenen.

Erwartungen vorab klären


Frag das Brautpaar immer ob sie spezielle Wünsche haben:

  • Locations die sie haben wollen
  • Posen, die gewünscht sind
  • Fotos mit speziellen Gästen
  • Lass dir auch gerne Beispielbilder schicken

Dein Mood zählt


Obwohl dieser Punkt weit hinten steht ist er wichtig. Sehr wichtig. Du bist an dem Tag nicht nur Fotograf, sondern Teil der Hochzeit. Du bist in Schlüsselmomenten ganz vorne dabei, ganz nah dran. Du bist evtl. in intimen Momenten wie dem Ankleiden dabei. Sei dir dessen bewusst! Ich empfinde es immer wieder als Ehre diesen besonderen Tag mit dem Brautpaar hautnah erleben zu dürfen. Wenn du das auch ausstrahlst wird das meist wahrgenommen und geschätzt.

Underpromise, overdeliver


Die Überschrift sagt alles. Versprich nie zu viel, sonder überrasche das Brautpaar lieber. Eine Art wie ich das gerne mache ist ein kleines best-of nur wenige Tage nach der Hochzeit zu schicken. Das kündige ich selten an und immer wieder freut sich das Brautpaar über die unerwartet schnellen Fotos, die dann gleich gezeigt und verschickt werden können.

Bearbeitung

Selektion


Diesen Teil des Prozesses habe ich zu Beginn unterschätzt - einerseits dauert die Selektion bei mir lange da ich viele Fotos mache (bis zu 5.000 pro Hochzeit), andererseits ist sie sehr wichtig! Bei Gruppen mache ich je nach Gruppengröße bis zu 20 Fotos aber auch bei Einzelpersonen mache ich meistens 2 oder 3. Wenn ein Foto nicht wirklich gut ist, dann kommt es nicht in die Endauswahl.

Lieber zu viele Fotos


Das bezieht sich auf das Fotos schießen. Ich fotografiere sehr großzügig. Einerseits entstehen viele Fotos von Menschen & Szenen, aber eben auch von den einzelnen Menschen gleich 2 oder 3. Sobald ich ein Paar oder mehrere Menschen fotografiere mache ich zumindest 5 Fotos - irgendjemand hat immer die Augen zu oder schaut mal kurz nach links zu Tante Erna rüber.

RAW


Fotografiere nur in RAW. So hast du deutlich mehr Informationen in der Bilddatei und beim Bearbeiten mehr Möglichkeiten. Das ist vor allem bei starker Über- oder Unterbelichtung bzw. bei sehr kontrastreichen Lichtverhältnissen wichtig.

Vorgaben


Wie schon erwähnt arbeite ich mit eigenen Vorgaben in Adobe Lightroom, die ich mir über die Jahre gebastelt habe. Ich empfehle dir die Fotos einiger Hochzeitsfotografen, die dir gefallen durchzusehen und dann rauszufinden ob sie ihre Presets zum Verkauf anbieten - das ist ein super Start, da du gleich einen sehr ausgereiften Look anbieten kannst. Die Kosten sind meist sehr überschaubar. Basierend auf den Presets kannst du mit der Zeit deinen eigenen Stil entwickeln.

Workflow


Um auch lange Freude mit der Arbeit zu haben wird es immer wichtiger einen effizienten Workflow zu entwickeln. Es gibt verschiedene Konzepte dafür, ich stelle dir hier meinen Ablauf vor:


  • Fotos machen
  • Transfer der Fotos auf 2 externe Festplatten (eine als Backup)
  • Fotoimport in Adobe Lightroom
  • Schnelle Selektion von etwa 20 Fotos mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen
  • Anwenden verschiedener Vorgaben
  • Festlegen auf die passendste Vorgabe
  • Feintunings (meist Belichtung)
  • Einstellungen auf alle Fotos anwenden
  • Alle Vorschauen in Standardgröße rendern lassen (somit müssen die Fotos später beim schnellen Durchschauen nicht erst geladen werden)
  • 1. Selektionsrunde: Durchsehen aller Fotos und Vergabe von Stern für Fotos die bleiben sollen (großzügig), sowie X für Fotos die sicher zu löschen sind
  • Gleichzeitige Anpassung von Belichtung der ausgewählten Fotos falls nötig
  • 2. Selektionsrunde: hier fallen ein paar Fotos aus der Selektion heraus - lieber zuerst etwas großzügiger selektieren als etwas zu übersehen
  • Metadaten in Fotos speichern, alle Fotos nochmal auf die Backup-Festplatte speichern
  • Hochladen der Fotos auf Pixieset

Shoot what it feels like, not what it looks like


Wenn ein Foto etwas verschwommen ist, aber das Feeling passt, dann ist es gut. Wenn ein Foto nicht ganz im Fokus ist kann genau das der Reiz für den Moment sein. Ein gutes Beispiel ist mein Foto auf dieser Seite ganz oben - es ist nicht ganz im Fokus, aber ich mag es trotzdem, da es etwas transportiert. Verliere dich also nicht in Perfektion, sondern achte darauf Momente und Emotionen einzufangen.

Den Weg weitergehen

Onlinepräsenz


Solltest du den Weg des Hochzeitsfotografen einschlagen, macht es Sinn deine Arbeit und deinen Stil zu zeigen. Zu Beginn sind Social-Media Plattformen absolut ausreichen und kosten dich vor allem nichts. Später kannst du dann eine Homepage bauen, die als Visitenkarte und Kontaktmöglichkeit dient.

Networking


Nachdem du ein paar Hochzeiten fotografiert hast kannst du beginnen dich mit anderen Fotografen in deiner Nähe zu vernetzen. Du kannst dich einerseits austauschen, was aber sehr hilfreich ist, sich gegenseitig weiterzuempfehlen wenn man an einem Tag keine Zeit hat.

Werbung


Möchtest du mehr und mehr Hochzeiten fotografieren kannst du in Werbung investieren um auf dich aufmerksam zu machen. Visitenkarten verteilen, Ads auf Facebook, Instagram und Google schalten usw.

Meiner Meinung nach ist der beste Weg jedoch noch immer Mundpropaganda. Konzentriere dich also auf deine Kernkompetenz als Fotograf und hinterlasse zusätzlich einen guten persönlichen Eindruck bei der Hochzeit!

Zusatzservices


Du kannst diverse Zusatzservices wie das Erstellen eines Fotobuches, Versand der Bilder auf einem USB-Stick, Online-Gallerien etc. anbieten. Brautpaare werden sich freuen, wenn du ihnen hier Arbeit abnimmst oder sie zumindest gut beraten kannst. Ich persönlich muss gestehen, dass ich mich wirklich nur auf die Fotografie an sich fokussieren möchte und biete daher beispielsweise kein Fotobuch an.

Finanzen


Schnell wird das Hobby dann zum Nebenjob und man ist gezwungen sich mit dem Thema der Finanzen auseinanderzusetzen. Das bedeutet unter anderem, dass Steuern auf die Einnahmen zu zahlen sind. Im Gegenzug kannst du aber auch einiges an Ausgaben von der Steuer absetzen. Und nicht vergessen - die Hochzeitsfotografie ist als freies Gewerbe anzumelden.

Get the word out


Hast du Blut geleckt und möchtest mehr fotografieren würde ich dir folgendes als ersten Schritt empfehlen: schreibe deine Freunde persönlich an und erzähl ihnen davon. Schick am besten einige aussagekräftige Fotos bzw. den Link zu Facebook / Instagram / Homepage mit. Dadurch solltest du relativ rasch einige Anfragen bekommen.

Enjoy the ride


Nach all den vielen Worten bleibt eben das übrig - enjoy the ride!